Über 40 Jahre für Kinder und Familien: Ein bewegender Abschied für Karl-Richard Ponsar
Am 9. Oktober 2026 ging beim Kinderschutzbund Remscheid eine Ära zu Ende: Nach über 40 Jahren Engagement und Vorstandsarbeit wurde Karl-Richard Ponsar mit einer großen Feier in der Friedenskirche verabschiedet. Knapp 100 Menschen kamen zusammen, um einem Mann Danke zu sagen, der die Kinderschutzarbeit in Remscheid über Jahrzehnte geprägt hat.
Es war ein Tag voller Erinnerungen, herzlicher Worte und Musik – mit bewegenden Momenten und viel gemeinsamem Lachen.

Ein Engagement, das mit einer eigenen Frage begann
Oberbürgermeister Sven Wolf, Sozialdezernent Thomas Neuhaus sowie Renate Blum-Maurice, stellvertretende Vorsitzende des Kinderschutzbundes Landesverband NRW, würdigten Karl-Richard Ponsars langjährigen Einsatz.
Einen persönlichen Rückblick gab auch seine langjährige Wegbegleiterin Margrit Kipp. Sie erinnerte daran, wie alles angefangen hatte: Karl-Richard Ponsar wartete nicht darauf, um Unterstützung gebeten zu werden. Er fragte selbst ganz gezielt, wie er sich engagieren könne.
Diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Dinge anzustoßen, zog sich durch seine Arbeit. Immer wieder brachte er neue Ideen ein und setzte sich dafür ein, dass daraus konkrete Angebote für Kinder und Familien wurden. Die Professionalisierung der „Nummer gegen Kummer“, die Familienberatung, „Mama Mia“ und die Kleiderläden gehören zu den Entwicklungen, die er maßgeblich mitgestaltet hat.
Aus einem lockeren Zusammenschluss, dessen Mitglieder sich zunächst in privaten Wohnzimmern trafen, entwickelte sich über die Jahre eine Organisation mit festangestellten Mitarbeitenden, vielfältigen Angeboten und einem großen ehrenamtlichen Engagement. Gitta Dicke beschrieb diese Entwicklung mit dem Bild eines „mittelständigen Unternehmens“ – ein Ausdruck dafür, wie viel in diesen vier Jahrzehnten gewachsen ist.
Danke sagen – auch der Familie
Der Dank galt an diesem Tag auch der Familie von Karl-Richard Ponsar, die seinen Einsatz über all die Jahre unterstützt und mitgetragen hat.
Dass beim Abschied neben der Wehmut auch der Humor seinen Platz hatte, dafür sorgten die Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes. In einem eigens für die Feier geschriebenen Sketch entwickelten sie Ideen, wie sich das Ehepaar Ponsar künftig die Zeit vertreiben könnte. Ein liebevoller Beitrag, der für gemeinsames Lachen sorgte.
Musikalisch begleitete die Engel&Bengel Band der Heinrich-Neumann-Schule die Veranstaltung und trug zur besonderen Atmosphäre der Feier bei.





Ein roter Teppich aus kleinen Händen
Ein besonders bewegender Moment war der Weg auf die Bühne: Die neue erste Vorsitzende Gitta Dicke bat Karl-Richard Ponsar über einen „roten Teppich“, der mit vielen kleinen Händen gestaltet war, nach vorne und überreichte ihm die Ehrennadel des Kinderschutbundes für sein langjähriges Engagement.
In seinem eigenen Rückblick erzählte er sichtlich emotional von seinen Erlebnissen beim Kinderschutzbund. Dabei wurde noch einmal spürbar, wie eng seine persönliche Geschichte mit der Entwicklung des Vereins verbunden ist.

Anschließend übergab er symbolisch den Staffelstab an die neue Führungsmannschaft. Gitta Dicke als erste Vorsitzende und Geschäftsführerin Eva Pesch werden gemeinsam mit dem weiteren Vorstandsteam die Arbeit fortführen und weiterentwickeln.
Lieber Karl-Richard Ponsar, wir danken Ihnen von Herzen für über 40 Jahre Einsatz, für Ihre Ideen, Ihre Ausdauer und Ihre Verbundenheit mit den Kindern und Familien in Remscheid. Vieles von dem, was unseren Kinderschutzbund heute ausmacht, trägt Ihre Handschrift.
Für die kommende Zeit wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie alles Gute, viele schöne gemeinsame Erlebnisse und Zeit für das, was Ihnen Freude macht.
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