Der Kinderschutzbund Remscheid hat eine neue Geschäftsführerin: Eva Pesch (40) hat ab dem 1. Januar 2026 die hauptamtliche Leitung des Ortsverbandes übernommen, nachdem Karl-Richard Ponsar (77) diese Position als geschäftsführender Vorstand 37 Jahre lang ehrenamtlich innehatte.
Herr Ponsar wird bis Herbst weiterhin als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender fungieren. Die neue Rolle der hauptamtlichen Geschäftsführung ist das Ergebnis eines Organisationsentwicklungsprozesses, der gemeinsam mit dem Vorstand und den hauptamtlichen Mitarbeitern gestaltet wurde.
Eva Pesch bringt eine vielfältige berufliche Erfahrung mit: Sie ist gelernte Industriekauffrau, hat Betriebswirtschaft, Germanistik, Pädagogik und Erziehungswissenschaften studiert und ist freiberuflich als Agile Coach tätig.
Die Remscheiderin ist verheiratet und selbst Mutter von zwei Grundschulkindern.
Der Schwerpunkt der Angebote des Kinderschutzbundes liegt in der Prävention.
Eva Pesch möchte das Netzwerk der Hilfsangebote für Remscheider Kinder und Familien weiterführen und weiterentwickeln.
„Die Prävention zu stärken, ist das Wichtigste. Wir setzen an, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, indem wir ein Netz über den Brunnen spannen“, da sind Ponsar und Pesch sich völlig einig.
Knoten in diesen Netzwerk sind u.a. die Familienberatungsstelle mit Beratungsangeboten in Familienzentren und Schulen, Elternkurse, begleiteter Umgang, das Kinder- und Jugendtelefon, der Müttertreff Mama mia, die Fachstelle Frühe Hilfen mit Familienhebammen und Familienlotsendienst.
Zudem sieht Eva Pesch die Notwendigkeit, dass Politik und Arbeitgeber bessere Rahmenbedingungen schaffen müssen, um Familien strukturell zu unterstützen und ergänzende Angebote des Kinderschutzbundes finanziell zu ermöglichen.