Tag der gewaltfreien Erziehung: Kinder brauchen Schutz – überall
Am 30. April ist der Tag der gewaltfreien Erziehung. Ein wichtiger Anlass, um daran zu erinnern: Kinder haben das Recht, ohne Gewalt aufzuwachsen. Dieses Recht ist seit dem Jahr 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert. Doch die Realität zeigt leider: Viele Kinder und Jugendliche erleben weiterhin Gewalt – in unterschiedlichen Formen und an verschiedenen Orten.
Gewalt betrifft heute viele Lebensbereiche
Nach aktuellen Einschätzungen aus Praxis, Beratung und Forschung nimmt die Gewaltbelastung junger Menschen seit Jahren zu. Dabei geht es längst nicht nur um Gewalt innerhalb der Familie. Auch unter Gleichaltrigen steigt die Gewaltbereitschaft, Konflikte in Schulen eskalieren häufiger und digitale Gewalt nimmt massiv zu.
Cybermobbing, Bedrohungen, Bloßstellungen oder sexualisierte Übergriffe im Netz treffen Kinder und Jugendliche oft rund um die Uhr. Die Grenzen zwischen Schule, Zuhause und digitalem Raum verschwimmen zunehmend. Was früher nach Schulschluss endete, begleitet viele Kinder heute bis ins Kinderzimmer.
Kinder brauchen sichere Orte
Besonders belastend ist es, wenn Gewalt dort stattfindet, wo Kinder Schutz erwarten: in Einrichtungen, Schulen, Kitas oder anderen Betreuungsangeboten. Vertrauen wird dadurch massiv erschüttert.
Kinder brauchen Erwachsene, die hinschauen, zuhören und handeln.

Was jetzt wichtig ist
Zum Tag der gewaltfreien Erziehung fordern wir gemeinsam mit dem Kinderschutzbund NRW unter anderem:
- mehr niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote
- stärkere Prävention in Kitas, Schulen und digitalen Räumen
- verbindliche Schutzkonzepte in Einrichtungen
- Fortbildungen für Fachkräfte
- eine klare politische Priorisierung des Kinderschutzes
Unser Appell in Remscheid
Auch wir als Kinderschutzbund Remscheid sagen deutlich: Gewaltfreie Erziehung ist kein Extra – sie ist Grundlage für eine gesunde Entwicklung.
Kinder brauchen Respekt, Sicherheit, Orientierung und verlässliche Beziehungen. Dafür setzen wir uns jeden Tag ein.
Wenn Familien Unterstützung brauchen, dürfen sie damit nicht allein bleiben.
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